Über das Buch
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Frankfurter Allgemeine Buch; Auflage: 2 (Januar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3899811933
ISBN-13: 978-3899811933
Vier REZENSIONEN:
<mso]>
<—[if gte mso 9]>
Rezension von Ralf Fischer auf www.amazon.de, 19.11.2009
Achtung: Dieses Buch hat Suchtpotential! <" alt="" border="0" />—[if
—[endif]—>
... und ich dachte, ich bin im Web zuhause. Seit der Lektüre dieses handlichen und gut recherchierten Werks fühle ich mich regelrecht “upgegradet”. Die anschaulichen Tipps aus der Praxis haben mir ganz neue Entfaltungsmöglichkeiten für meine tägliche Medienarbeit eröffnet.
Schulz-Bruhdoel hat es mit dieser leicht verständlichen “Gebrauchsanweisung” geschafft, das Web 2.0 auf einfache Weise zu erschließen. Leser jeder Altersschicht werden so in die Lage versetzt, sich die virtuelle Welt als persönliches oder geschäftliches Forum nutzbar zu machen. Dabei vergisst der Autor nicht, auf mögliche Fallen und Gefahren hinzuweisen.
Warnung: Wer mit seinen bisherigen Internetgewohnheiten zufrieden ist, sollte das Buch auf keinen Fall aufschlagen. Auch ich wollte nur mal kurz in die neueste Medienlandschaft reinschnuppern … Jetzt lassen mich die neuen Kommunikationskanäle nicht mehr los. Als Presse- und Marketingverantwortlicher meines Arbeitgebers habe ich mich nach dem Lesen quasi neu erfunden. Die Chancen, welche das Web 2.0 sowohl dem Profi, als auch dem einfachen Internet-Nutzer bieten, sind schier grenzenlos! Noch nie war Kommunikation im Netz so einfach.
Dieses Buch gehört auf den Index der Drogenbeauftragten: Spätestens nach dem ersten Umblättern wird man abhängig!
Auf Augenhöhe
Rezension von Thomas Mavridis, Inhaber der PR-Kanzlei (www.pr-kanzlei.de), Lehrbeauftragter für PR und Kommunikation an der Universität Bamberg, der MD.H München und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Ravensburg.
Erstellt am Montag, 16. November 2009 um 14:05 Uhr für www.pr-journal.de
Millionen Menschen weltweit tun es: Sie nutzen Weblogs, Podcasts, Twitter, Facebook und andere soziale Netzwerke. Den rasant steigenden Nutzerzahlen der Community-Plattformen steht die sich weiter reduzierende Themen- und Meinungshoheit von Zeitung, Fernsehen und Radio gegenüber. Nicht nur Journalisten und Verleger verfolgen die Entwicklungen ratlos oder ignorieren sie sogar gänzlich. Auch PR-Fachleute haben Schwierigkeiten damit. Zum Teil werden Web 2.0-Kanäle noch immer als technischer Schnickschnack abgetan. Warum eine solche Einstellung ziemlich gefährlich ist, zeigt Norbert Schulz-Bruhdoel, Inhaber der Agentur Punktum PR + Dialog und Autor des Standardwerks „Die PR- und Pressefibel“. Gemeinsam mit Michael Bechtel, einstmals Mitglied der Bundespressekonferenz und heute Freier Journalist, hat er jetzt das FAZ-Buch „Medienarbeit 2.0“ vorgelegt.
Schulz-Bruhdoel und Bechtel werfen mit dem Buch keinen weiteren Titel auf den Markt, der MeinVZ, YouTube, Xing & Co. beschreibt und mehr oder minder gute Ratschläge für ihre Nutzung erteilt – das tun sie auch, sogar mit wertvollen Checklisten, aber in aller Kürze. Den Autoren geht es um mehr. Sie versuchen für jeden den tiefen Schnitt nachvollziehbar zu machen, den der Siegeszug des Internets gezogen hat. Zwei Erfindungen sind es schließlich, die die Welt in den vergangenen tausend Jahren am meisten verändert haben: der Buchdruck und der Computer. „Wir erleben einen Kulturbruch, wie er seit Gutenberg nicht mehr geschah. Kommunikationsmanagement und Journalismus stehen vor Problemen, die nur durch neue Strategien zu lösen sein werden.“ (S. 9)
Die Autoren zeigen das neue Arbeitstempo auf, das „Medienarbeit in Echtzeit“ heißt. Sie erklären die Voraussetzungen, unter denen der Paradigmenwechsel in den Kommunikationsberufen geschieht, und leiten daraus Gedanken ab, warum die herkömmliche Konzeptionsmethodik oft nicht mehr genügt und welche Strategien in der neuen Medienrealität Erfolge versprechen. Sehr bedeutend ist dabei die Frage, warum Erfolgskontrolle zum strategischen Gestaltungsfaktor der Medienarbeit 2.0 wird.
Schnell wird deutlich: Seismografische Instrumente werden für professionelle Kommunikatoren essenziell, Online-Monitoring-Systeme etwa, die stundenaktuell auswerten, welche Diskurse über spezielle Themen laufen und die deren Tonalität einschätzen. Die Fähigkeit, schnell auf aktuelle Diskurse zu reagieren, macht Organisationen und Personen für ihre Zielgruppen wiederum höchst relevant.
Kein Buch kann dem Tempo folgen, auf das die Autoren gerade aufmerksam machen wollen. Darum haben Schulz-Bruhdoel und Bechtel dem Fachbuch ein Blog zur Seite gestellt, das aktuelle Tipps und Tendenzen dokumentiert: www.medienarbeit-zweinull.de. Der Blog ist sicher auch als eine sinnvolle Kompensation eines fehlenden zusammenfassenden Kapitels zu verstehen.
Welches (Zwischen-)Fazit ergibt sich nach Lektüre des Buches für die PR? Jetzt wird die Gretchenfrage unüberhörbar: Wie hältst du’s mit dem Dialog? Die Unternehmenskommunikation etwa muss zur Kenntnis nehmen, dass die sozialen Medien das Verhältnis zwischen Stakeholders und Unternehmen neu definieren. Statt dem Kunden vorzuschreiben, was er gut zu finden hat, treten Unternehmen mit ihnen in den Dialog – und zwar auf Augenhöhe. Wir alle werden Echtzeit-Medienarbeit lernen müssen. Unkenntnis und Unvermögen werden fatale Konsequenzen nach sich ziehen.
Unentbehrlich
<" alt="" border="0" />—[if gte mso 9]>
Rezension in: Management Book Service, www.mbsbuch.at Fachbuchinfo Frühjahr/Sommer 2009, Seite 8
<supportEmptyParas]—>
<supportEmptyParas]—>
Die technischen Neuerungen des web 2.0 machen es möglich, jeden Internetnutzer an der Informationsbeschaffung und Meinungsbildung zu beteiligen. Jeder kann Sender und Empfänger zugleich sein. Das stellt nicht nur das Berufsverständnis der Journalisten in Frage, auch die PR-Manager müssen ihr Verhältnis zur Öffentlichkeit und zu den Journalisten neu definieren. Viele Menschen können heute über Net-Communities und virtuelle Welten Informationen und Meinungen austauschen. Wenn die PR-Stäbe und Agenturen sich darauf einstellen, können sie erstmals in aller Breite ihre Zielgruppen direkt ansprechen. Das nötige Know-how für selbstverantwortetes crossmediales Arbeiten ist aber noch nicht weit verbreitet. Zu viele betrachten die rasante Entwicklung eher abwartend, statt sie mitzugestalten. „Medienarbeit 2.0“ zeigt, wie Organisationen aller Art – Unternehmen wie Verbände, Wirtschaft wie Politik – die neuen Bedingungen nutzen und sich als kompetente Informationspartner anbieten können. Ein Buch für die Kommunikationsbranche, das in Zukunft unentbehrlich sein wird.
Richtungweisend
Rezension von Beat Kohler in der Schweizer „Jungfrau-Zeitung“ (Interlaken), 14. Januar 2010
Die Idee, welche der Jungfrau Zeitung und damit auch der neuen ONZ*) zugrunde liegt, findet auch Aufnahme in das neue Praxisbuch für PR und Journalismus von morgen «Medienarbeit 2.0» von den Autoren Norbert Schulz-Bruhdoel und Michael Bechtel, welches im renommierten Buchverlag Frankfurter Allgemeine erschienen ist. Ein Buch, das für die Kommunikationsbranche richtungweisend ist.
Darin wird die Jungfrau Zeitung als gutes Beispiel aufgegriffen, dass Zeitung nichts mit dem Trägermedium zu tun hat. Ob Papier oder Online ist gleichgültig. Wichtig ist aber die journalistische Qualität und die Verbindung mit den kommerziellen Inhalten. Wie dies aussieht, wird anhand der auch in den Krisenjahren erfolgreich operierenden Jungfrau Zeitung beschrieben. Nun will die ONZ den selben Weg gehen.
*) ONZ: Obwalden- und Nidwalden-Zeitung, Stans (CH)
<supportEmptyParas]—>
