(nsb) Christian von den Brincken, Manager bei MediaCom, der marktführenden Media-Beratungsfirma in Deutschland, hat in einem Exklusiv-Interview für “medienhandbuch.de” gut dargestellt, warum sich die Beraterzunft mit den neuen Regeln des Web 2.0 etwas schwer tut:
“Zur Zeit ist Social Media-Measurement und -Management ein enormer Hype. Wie meistens bei Hypes wird auch leider viel Unsinn erzählt und viele nicht vergleichbare Analysen werden zusammengestückelt. Wir haben viel Energie darin investiert, hier mit den richtigen Spezialisten zu arbeiten und das Thema qualitativ hochwertig zu entwickeln.
Social Media als Marktforschungstool ist nicht ganz einfach zu handhaben, aber natürlich sehr relevant. Als Marketingtool gestaltet sich das wesentlich schwieriger. Standardkonzepte für Social Media wird und kann es nie geben, dazu sind die Zielgruppen viel zu heterogen. Mit Social Media Management greift man ja sehr direkt in die Brand Equity ein, da braucht es viel Fingerspitzengefühl und eine enge Zusammenarbeit mit Marketing und PR-Abteilungen auf Kundenseite.
Mit vielen Projekten machen wir die Erfahrung, dass die Erwartungen oft nicht erfüllt werden können. Alle, die sich damit beschäftigen machen zur Zeit eben noch einen Lernprozess durch. Ich denke nicht, dass sich Social Media als Marketingkanal durchsetzen wird – die Spannung zwischen dem Wunsch der Marketeers, Dinge zu planen und zu steuern, und dem Wunsch der Social Media Nutzer sich nicht reinreden zu lassen und Meinungsvielfalt zuzulassen, ist ziemlich groß.”
Das ganze Interview: http://www.medienhandbuch.de/news/standardkonzepte-fuer-social-media-wird-und-kann-es-nie-geben-exklusiv-34899.html
