Dez 16 2009

Hier passiert zwei Wochen lang nichts!

Kategorie: Allgemeinadmin @ 13:18

Norbert schreibt: Die Jahresendrallye ist vorüber – Unternehmen, Verbände und Agenturen haben ihre Etats ausgeschöpft und uns erschöpft. Es gab viel zu tun, jetzt ist Urlaub angesagt – bis 2. Januar sind wir verreist. –
Allen Besuchern dieser Site die herzlichsten Festtagswünsche und einen guten Start ins Neue Jahr!


Dez 16 2009

Opas Radio ist quicklebendig!

Kategorie: Medienadmin @ 13:04

Die bei dem Kongress „Radio der Zukunft” in Karlsruhe am vergangenen Freitag, den 11. Dezember, veröffentlichte Studie „Radio Plus” bescheinigt der Gattung Radio rosige Aussichten, um sich in der digitalen Welt zu behaupten, sofern sie auf regionalisierte Inhalte, Services und News setzt. „Audio-On-Demand-Features müssen detailliert auf die verschiedenen Zielgruppen zugeschnitten sein, um zu funktionieren“ – Diese Aussage ist die Essenz der Studie. Anders als bei anderen Studien standen weniger die technische Verbreitung und weitere Distributionsmöglichkeiten, als vielmehr die Inhalte der Radioangebote im Fokus der Befragungen. Sowohl die digitalen Zusatzdienste, wie auch die getesteten Anwendungen finden positive Resonanzen und bilden den Brückenschlag, um eine Radiomarke in der digitalen Welt fest zu etablieren. Ein kurzes Video dazu gibt es auch: http://www.radiocom.de/

„Radio hat den Sprung in die Zukunft geschafft. Die Tests zeigen, dass das Medium rückkanalfähig ist. Das ist eine der Schlüsselqualifikationen, die zukünftige Massenmedien liefern müssen. Kein Massenmedium – Stand heute – liefert in der Parallelnutzung bessere Leistungswerte als Radio“, kommentiert Kristian Kropp, Geschäftsführer von bigFM und RPR1.

Die Ergebnisse der Studie im kurzen Überblick:

  • 62 Prozent der Befragten beurteilten die digitalen Zusatzdienste als für sie „interessant“, fast die Hälfte erwartet allerdings, dass die Dienste kostenfrei angeboten werden.

  • 74 Prozent der Befragten würden sich „ganz bestimmt“ oder „wahrscheinlich“ eine der getesteten Anwendungen herunterladen.

  • 63 Prozent der Befragten hätten nichts gegen die Nennung eines Sponsors.

  • 84 Prozent der Befragten bescheinigt „Radio Plus“, dass nützliche Zusatz-Informationen zu Songs geliefert werden.

  • 77 Prozent der Befragten sehen regionale Veranstaltungstipps als den relevanten Service an.

  • Des Weiteren wurde kreativ produzierte und im richtigen Kontext positionierte Werbung als positiv aufgenommen.

Zum Hintergrund der Studie:


Die von der Landesanstalt für Kommunikation sowie den privaten und öffentlich-rechtlichen Radiostationen in Baden-Württemberg finanzierte Studie wurde von Sommer 2008 bis Dezember 2009 durchgeführt, um neue digitale Zusatzdienste auf ihre Benutzerfreundlichkeit hin zu analysieren. Bei „Radio Plus“ stand nicht die Technik im Vordergrund, sondern der Radiohörer. In einer qualitativen Untersuchung wurden Nutzer zu ihren Einstellungen, Interessen und Nutzungsgewohnheiten befragt. Ein Teil der Testpersonen wurde mit einem mobilen Gerät ausgestattet, das neben dem normalen Radioprogramm begleitende Informationen sowie zusätzliche Dienste und Anwendungen anbot.

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Dez 12 2009

Kommunikationstrends 2010: PR 2.0 & Social Media per Online Social Media Newsroom

Kategorie: Allgemeinadmin @ 18:19

Norbert meint: Stefan Hertach hat im Schweizer Blog mediaqell ein paar interessante Zahlen und Grafiken über die aktuelle Nutzung des Web 2.0 durch Pressestellen und PR-Agentueren veröffentlicht. Seine Interpretation ist mir ein wenig zu freudig erregt: Immerhin offenbaren die Messwerte von Faktenkontor und news aktuell, dass mehr als ein Fünftel der Unternehmenspressestellen den Begriff “Social Media Newsroom” nicht einmal kennen, weitere zehn Prozent wissen nicht, was sie davon halten sollen. Mit anderen Worten hat rund ein Drittel bislang fest die Augen verschlossen vor dem neuen Instrumentarium. Immerhin hat mehr als die Hälfte erkannt, dass der Bedeutungsverlust der herkömmlichen Medien die größte Herausforderung für die PR-Branche ist. Wer mehr wissen will: http://infos.mediaquell.com/2009/12/10/kommunikationstrends-2010-pr-20-social-media-per-online-social-media-newsroom-563/


Dez 01 2009

Die alte Pressemitteilung genügt nicht mehr

Kategorie: Medienarbeitadmin @ 22:39

Nichts spricht dagegen, die PM multimedial anzureichern. Mit Links, die auf kürzestem Wege zu Videomaterial, Tondokumenten (zum Beispiel einem Interview), Powerpoint-Präsentationen, Tabellen, Infografiken, Fotos führen. Wer das nicht braucht, den muss es nicht stören. Nicht zu jedem Thema muss es das gesamte Feuerwerk sein. Aber es sollte sich langsam im Hinterkopf festsetzen: Die immer wahrscheinlichere Online-Umsetzung des Themas braucht multimediales Futter. Hierfür eigene Produktionskapazitäten zu schaffen, ist sicher die größte Hürde für viele Pressestellen. Aber es hilft nichts – ohne das wird es bald nicht mehr gehen!

Social Media Release (SMPR), Social Media Press Release (SMPR) oder auch Multimedia News Release (MNR) – die Begriffe sind vielfältig. Sie stehen aber alle für das gleiche Anliegen: im Netz zu kommunizieren. Wer das möchte, sieht sich inzwischen nicht mehr alleine gelassen. Die großen PR-Agenturen haben das Instrumentarium längst im Angebot, immer mehr spezialisierte Agenturen wollen es besser können als jene, und auch die Nachrichtenagenturen sind im Geschäft.

Die Nachfrage allerdings hält sich in Grenzen. Viele Etats geben es nicht her, zweigleisig zu fahren und neben der gewohnten Pressearbeit eine neue Baustelle aufzumachen. Auf die klassischen Gatekeeper möchte zu recht niemand verzichten. Tageszeitungen, Special-Interest—und Fachzeitschriften haben bei den über 30jährigen weiterhin große Reichweiten und eine hohe Glaubwürdigkeit. Da weiß man, was man bekommt und wie es geht. Dass die Printmedien heute selber im Netz aktiv sind und multimediale Bedürfnissen entwickeln, wird gerne übersehen.

Auf die neuen Multiplikatoren im Netz und auf die neuen Dialogmöglichkeiten mit den Usern zu verzichten, ist scheinbar leicht zu begründen. Das ist alles wenig berechenbar, da tun sich vielleicht sogar Risiken auf. Die SMR zielt auf weitere, neue Öffentlichkeiten – Online-Multiplikatoren wie Blogger, Pod- oder Vodcaster und so weiter. Als Postings in einem Social Media Newsroom mit permanenter URL, auf die direkt und dauerhaft verlinkt werden kann, sind sie über Suchmaschinen für jedermann zugänglich. Eine Einladung an Hinz und Kunz zur Nachfrage  zum Dialog – den man dann auch ernsthaft führen müsste. Die meisten Kommunikationsexperten sind sich nicht sicher, ob sie das möchten – von den Geschäftsleitungen gar nicht zu reden.

SMR macht Arbeit


So wird die SMR bisher mehr diskutiert als praktiziert, keineswegs nur in Deutschland, wie oft zu lesen. Am grünen Tisch erdacht, ist sie den Praktikern ohnehin suspekt. Aber hinter dem Konzept stecken kluge Köpfe, die von der rasch wachsenden Online-Welt Ahnung haben. Für deren Anforderungen braucht es tatsächlich eine neue, umfassendere Art der Themenpräsentation, die nicht mehr in erster Linie textorientiert ist. Es geht um multimediale Aufbereitung und Vernetzung, um die Weiterentwicklung zu einem dialogischen Instrument, um neue Verbreitungswege über RSS, Social Bookmarking und so weiter.

Nicht textorientiert bedeutet: Die Inhalte (Core News Facts) werden nur noch in kurzen, komprimierten, sachlichen Aussagen präsentiert – am besten in einer Punktation. Wer Interesse am Thema entwickelt hat, kann sich umfassend informieren. Er bekommt Zugriff auf eine Fülle von Material, mit dem er weiter arbeiten kann.

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